Dienstag, 31. März 2015

So wie Kupfer und Gold von Jane Nickerson

Hallo liebe Lesedetektive,

willkommen in den Ferien (alle, die noch schwitzen müssen, mal bitte überlesen) und damit fange ich auch gleich mit meinem Ferien-Blog-Marathon an :)

Viel Spaß!

Lesedetektiv-So wie Kupfer und Gold
So wie Kupfer und Gold-Jane
Nickerson

Originaltitel: Strands of Bronze and Gold

Verlag: cbt
Seitenzahl: 448
Erscheinung: 2013














Handlung

Boston, 1855. Sophia ist 17, als sie nach dem Tod ihres Vaters als Waise dasteht. Da erhält sie einen Brief von ihrem Paten Bernard de Cressac, der sie auf seine Plantage in Mississippi einlädt. In Wyndriven Abbey angekommen, zieht der attraktive Gentleman und sein luxuriöser Lebensstil die junge Frau in seinen Bann. Doch je näher sich die beiden kommen, desto mehr spürt Sophia, dass Bernard eine dunkle Seite hat. Als ihr schließlich immer wieder junge, schöne Frauen mit rotem Haar erscheinen – die ihr selbst sehr ähnlich sehen-, wird Sophia misstrauisch. Sie erfährt, dass Cressac bereits mehrfach verheiratet war und alle Ehefrauen unter mysteriösen Umständen ums Leben kamen ... Ist Sophia die Nächste? Oder kann sie das Netz, das Cressac um sie gesponnen hat, rechtzeitig zerreißen?

Meine Meinung

Das Cover wirkt meines Erachtens sehr unscheinbar und ich hätte das Buch daher auch beinahe im Regal übersehen. Aber gut, es kann halt nicht nur Glamour-Cover geben.

Der Inhalt war es schließlich, der mich neugierig gemach hat. Zeit und Handlungsort lassen romantische Szenen aus "Vom Winde verweht" vor dem inneren Auge aufsteigen und die Tatsache, dass das Buch mit einem Ausschnitt aus der Grimm'schen Geschichte "Blaubart" (klick zum Nachlesen) beginnt, zwangen mich dann auch letztendlich dazu, das Buch endgültig mitzunehmen :)

Dementsprechend hoch waren natürlich meine Erwartungen bezüglich Monsieur Cressac ( Blaubart...?), aber natürlich auch an der Handlung im Allgemeinen.
So muss ich leider sagen, dass Ersterer zwar als eine sehr interessante und gruselige Persönlichkeit dargestellt wird, die meiner Meinung nach definitiv an den "wahren" Blaubart heranreicht, viele Handlungselemente aber tendenziell erschwerend waren.

Fange ich einmal gleich mit den Charakteren an. Wie bereits gesagt, ist Monsieur Cressac sehr authentisch in der gesamten Atmosphäre und gleichzeitig so verführerisch wie bedrohlich, dass ich beim Lesen regelmäßig eine Gänsehaut bekommen habe. Damit also ein ganz großes Lob für Cressac an die Autorin!
Leider macht die weibliche Protagonistin wieder eine ganze Menge zunichte. So kann ich viele ihrer Handlungen nicht nachvollziehen, da sie im Gegensatz zu ihrer Herkunft und ihren Gedanken stehen. Natürlich muss Sophia in Bernards Gegenwart verwirrt sein, besonders was ihre Gefühle anbelangt, aber trotzdem sollte sie als Person in sich schlüssig sein. 
Schade finde ich auch, dass sie sich so schnell gegen ihren Patenonkel entscheidet und die daraus resultierende Liebesgeschichte empfinde ich als relativ überflüssig.

So komme ich auch gleich zur Handlung. Was am Anfang sehr vielversprechend erscheint, schleppt sich zum Ende doch ziemlich und weist einige Lücken auf. So kommt es, dass der Leser etwa ab der Mitte das Gefühl bekommt, dass der Handlung so langsam, aber allmählich die Luft ausgeht und nur noch vor sich hintröpfelt, bis sie dann letztendlich in das Finale mündet.
Und auch da habe ich das Gefühl, dass dem Finale sprichwörtlich Hand und Fuß fehlt. Natürlich passiert vieles, was auch sehr erschreckend ist, aber insgesamt zieht es sich doch sehr.

Fazit

Insgesamt wird dieses Buch meines Erachtens trotz sehr schön umgesetztem Blaubart nicht dem ursprünglichen Märchen gerecht. Das liegt vorrangig an einer unlogischen Protagonistin, aber auch an der Handlung, die viele Lücken aufweist und damit stetig schwieriger zu verfolgen ist.
Dennoch aber Bonuspunkte für Monsieur Cressac und sein Zauberschloss!

& & & & &
2 von 5 Sternen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen